Übliche Besetzung*

Giora Feidman: Klarinette, Bassklarinette
Michel Gershwin: Violine
Natalia Raithel: Violine
Juri Gilbo: Viola
Kira Kraftzoff: Cello
*kann im Einzelfall abweichen

Wer beim Stichwort „Gershwin“ Porgy und Bess sowie andere Erfolge des bekannten amerikanischen Komponisten erwartet, liegt falsch. Nicht um George Gershwin geht es hier, sondern um das, was die Ausnahmemusiker des Gershwin Quartetts tun, um Feidmans Klarinetten neue Dimensionen zu eröffnen. Vier Streicher und ein Klarinettist, und jeder Musiker ein Meister seines Fachs – da ist ein musikalisches Gesamtkunstwerk vorprogrammiert.

Giora Feidman hat im Laufe seiner langen Karriere mit zahlreichen Streichensembles klassische und moderne Werke gespielt. Das Besondere an diesem Weltklasse-Programm besteht darin, die Kammermusiker um Michel Gershwin, dem Primarius und Namensgeber des Quartetts, alle ebenfalls tief in der E-Musik verwurzelt, in neue musikalische Dimensionen zu locken. Das macht bei aller Routine jeden Auftritt zu einem akustischen Höhenflug mit Überraschungen. Und der Zuhörer fliegt mit und würde am liebsten nie ankommen

Fünf Instrumente, die fesseln

Abseits des klassischen Repertoires der Kammermusik haben die Musiker in Zusammenarbeit mit den renommierten Komponisten Peter Breiner und Sergei Abir ein Programm entwickelt, dass den musikalischen Wurzeln der Künstler, ihrer Virtuosität, Leidenschaft und Spielfreude entspricht. Ein „maßgeschneidertes“ Programm, das die Ausdruckskraft der russischen Instrumentalistenschule und das südamerikanische Temperament des „King of Klezmer“ vereint.

Länder, Traditionen und Kulturen ziehen auf dieser klanglichen Reise an den Konzertbesuchern vorbei: temperamentvoller südamerikanischer Tango, Melancholie und Lebensfreude der osteuropäischen Klezmer-Musik und vieles mehr, unterlegt mit Anleihen aus Klassik, Jazz und Filmmusik. Das Programm ist so abwechslungsreich und mit immer neuen Spannungsbögen versehen, es wird von der Klarinette, zwei Violinen, Viola und Cello mit einer so begeisternden Virtuosität umgesetzt, dass man am liebsten die Augen schließt und sich einfach davontragen lässt. Aus welchem Land, aus wessen Feder, von wem arrangiert, ob Klassik, Unterhaltungsmusik oder Folklore, ist da letztlich gleichgültig. Der Meister selbst sieht das ähnlich:

„Es ist nicht wichtig, was wir spielen, sondern wie wir spielen – beseelt, mit Herz und Leidenschaft. Wenn wir für einen Moment die Titel der Musikstücke, die Zeit in der sie geschrieben wurden, die Namen der Komponisten vergessen, dann bleibt einzig die Musik, die wir mit unserem Publikum teilen – als eine Party der Seele.“